So, mal eine kleine Meldung aus dem ewigen Schlaf – von der Winterruhe gleich in den Lenz weiter geglitten ![]()
Aber nein – untätig bin ich glücklicherweise nicht geblieben, denn derweil tippe ich mit einer gewissen Tapferkeit, die fast schon an Entschlossenheit grenzt, an meinem Roman. Der Arbeitstitel lautet bis lang “Die vier Liebhaber der Artemis Silber” – richtig, nicht “Archimedes und die Nautilusschale” (abgesehen von meiner auffallenden Vorliebe für griechische Figuren in Romantiteln *räusper*). Es handelt sich dabei um meinen 3. geschriebenen Roman, der 2009/2010 (wo ist die Zeit geblieben?) während meiner Zeit bei JobAct entstanden ist… und ist eigentlich noch wesentlich konfuser als der zuerst geplante Roman, der aber leider zu sehr an Substanz schwächelt und erstmal in die Überarbeitungsschleife geht.
“Artemis Silber” (so nenne ich ihn mal den AT in kurz) wird wohl mein dieses Jahr erscheinendes Werk werden. Zwar spielte ich auch mit der Idee, die Gedichte, von denen ihr in “letzter Zeit” welche lesen durftet, zuerst zu publizieren, aber bei der Arbeit an dem entsprechenden Band kam es dazu, dass ich viel am Seitenformat herumbastelte und mir auf einmal die Gedichte, so in steriler PC-Schrift nicht richtig vorkommen; gerade wegen der Menge mehr an Individualität über die Worte hinaus gebrauchen könnten! Und deswegen wird dieses Werk jetzt in anderer Form verwirklicht, aber auch ein erhebliches Mehr an Zeitaufwand fordern. Dennoch glaube ich, dass die Arbeit daran viel Spaß machen wird ^^ und das Ergebnis definitiv ein zufriedenstellenderes sein wird, als eine reine Sammlung an Gedichten. Denn da die Gedichte selbst eigentlich Sammlungen meiner Eindrücke des ersten Jahres in Bremen sind, ist es nur richtig, sie als auch solche darzustellen – und nicht in einer Form sterilen Aufeinanderfolgens. Aber somit ist dieses Projekt, AT “Niemals die Stadt”, auf 2013 verschoben.
“Artemis Silber” nun, tja, ist das eine Romanexperiment, das zumindest für mich funktioniert hat. Letztendlich der grobe Inhalt ist, dass die Titelperson Artemis Silber sich drei Menschen über’s Wochenende nach Hause einlädt. So war wenigstens der Anfangspunkt, den ich mir gesetzt hatte, aber so wie ich es genossen habe, von der Erzählperspektive von einem Kopf in den anderen zu schlüpfen, einer chaotischer als der andere ^^, haben sich doch zu meiner eigenen positiven Überraschung – denn das ist beim Schreiben von Romanen mittels der zu 90% automatischen und assoziativen Schreibtechnik immer ein Risiko – die Fäden im Laufe des Schreibens miteinander verbunden und somit glaube ich, dass mir durchaus ein Buch gelungen ist, dass nicht nur – wie “Archimedes” geworden ist – eine Odysee durch etliche Komplexe, paranoiden Visionen und dem Tabula Rasa des menschlichen Geistes ist, die aber nie zuhause ankommen wird und keine Tradition besitzt, sondern durchaus ein kleines, abgeschlossenes Universum (an Komplexen, Ängsten, Wahnsinn, Tabula Rasa, usw…. *g) geworden ist.
Und das Schöne ist, was mir auch Anliegen ist: dass der Entstehungsprozess des Buches transparent ist (die “Handlung ist was anderes
) – als ich anfing, ahnte ich genauso wenig, wie der Leser wahrscheinlich und letztendlich auch die Figuren selbst, was mit ihnen geschieht als sie sich da zu viert in der Bude zusammenfinden.
Im Nachhinein merkt man, in was für einer Zeit ich den Text geschrieben habe, denn es ist eine Lektion, die eine, die ich gelernt habe, als ich bei JobAct war:
wenn Menschen zusammenkommen, passieren Dinge
Und wenn es auch nicht in keine Aphorismensammlung der Welt eingehen wird *g – man sollte das nie vergessen ^^.
Cheerio
